Ein gesunder Tränenfilm hält die Augenoberfläche feucht und geschützt. Ist zu wenig oder falsch zusammengesetzte Tränenflüssigkeit vorhanden (trockenes Auge) oder sind die ableitenden Tränenwege verengt, leidet die Augenoberfläche dauerhaft.
Wann Sie zu uns kommen sollten
- zäher, gräulicher oder gelblicher Schleim im Auge
- ein chronisch tränendes Auge, ohne dass eine Verletzung erkennbar ist
- eine bereits sichtbare Trübung oder Pigmentierung der Hornhaut, vor allem bei kurznasigen Rassen
Was wir untersuchen
Mit dem Schirmer-Tränentest messen wir die Tränenmenge, um ein trockenes Auge sicher zu erkennen. Bei Verdacht auf einen verengten Tränenabfluss prüfen und spülen wir die Tränenwege.

Schirmer-Tränentest: Ein Papierstreifen im Unterlid misst, wie viel Tränenflüssigkeit gebildet wird.

Prüfung der Tränenwege: Über eine feine Sonde wird kontrolliert, ob die ableitenden Tränenwege durchgängig sind.
Behandlung
Ein trockenes Auge wird in den meisten Fällen dauerhaft mit Augentropfen behandelt, die den Tränenfilm verbessern. Verengte Tränenwege können wir mit einer feinen Sonde vorsichtig aufdehnen und spülen; in manchen Fällen ist ein kleiner, dauerhaft liegender Katheter sinnvoll. Bei einem sehr ausgeprägten, medikamentös nicht ausreichend kontrollierbaren trockenen Auge kann in Einzelfällen eine Operation infrage kommen, bei der der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse so verlagert wird, dass Speichelflüssigkeit die Augenoberfläche mit befeuchtet (Transposition des Ductus parotideus). Das ist ein Ausnahmeverfahren, das wir nur nach ausführlicher Beratung empfehlen.