Veränderungen an Lidern, Wimpern oder der Nickhaut (dem dritten Augenlid) reiben oft direkt auf der empfindlichen Hornhaut – die eigentlichen Beschwerden entstehen dann erst durch diese Reibung.
Wann Sie zu uns kommen sollten
- ein nach innen oder außen gerolltes Lid (Entropium/Ektropium)
- eine sichtbare Umfangsvermehrung oder ein Knötchen am Lidrand
- eine rote, vorgewölbte Schwellung im inneren Augenwinkel (Nickhautdrüsenvorfall, umgangssprachlich “Cherry Eye”)
- anhaltendes Augentränen, Kneifen oder Reiben trotz unauffälligem Lidbild – oft steckt ein winziges, verstecktes Wimpernhaar dahinter
- bei kurznasigen Rassen wie Mops oder Französischer Bulldogge: chronischer Augenausfluss oder eine dunkle Verfärbung der Hornhaut
Was wir untersuchen
Bei der Untersuchung ziehen wir die Nickhaut (das dritte Augenlid) vorsichtig vor, um zu prüfen, ob sich dahinter ein Fremdkörper, ein verstecktes Wimpernhaar oder eine Veränderung der Nickhautdrüse verbirgt.

Ein Fremdkörper hinter der vorgezogenen Nickhaut – ohne diesen Blick dahinter leicht zu übersehen.
Behandlung
Die meisten dieser Veränderungen lassen sich chirurgisch gut beheben – Ziel ist dabei immer die Funktion des Auges, nicht die Kosmetik:
- Korrektur eines eingerollten oder ausgestülpten Lides
- Entfernung von Lidrandtumoren mit einer speziellen Naht, die den Lidrand wieder glatt zusammenfügt
- Auffinden und Entfernen versteckter Wimpernhaare (ektope Zilien) unter dem Operationsmikroskop
- Reposition einer vorgefallenen Nickhautdrüse, damit sie ihre Funktion für den Tränenfilm behält
- bei kurznasigen Rassen: operative Verkleinerung der Lidspalte (nasale Kanthusplastik), damit das Auge dauerhaft besser geschützt ist
Wie ein verstecktes Wimpernhaar aussehen und wirken kann, zeigt unsere echte Patientengeschichte Ein verstecktes Haar war’s!.